Installation von Fedora 15 (Lovelock) auf einem MacBook 4.1 (Late 2007)

Anleitung für Fedora 15!
Installation:
Zunächste einmal benötigen wir ein Installationsmedium. Mehrer Optione stehen zu Auswahl. Am einfachsten ist wohl die Installation über eine sogenannte Live-CD. Dies hat den Nachteil das nur die standard Programme eingespielt werden. Für mehr Optionen und aktuelle Packete empfiehlt sich eine Netzwerkinstallation.
Die Live-CD gibt es hier: Live-DVD.FC15x86.64
und die Network-Install hier: Network.FC15x86.64
Hat man vor nur Linux zu Installieren, so muss man mit einem Live-System die Festplatte des MacBook als MBR Festplatte formatieren. Hierbei kann man das "Disk Utility" der Live-CD verwenden. Achtung! Dabei gehen alle Daten verloren!
Bei einer paaralel Installation zu Mac sollte man das Programm rEFIt verwenden.

Das Image auf eine CD brennen und in das Macbook einlegen. Beim Booten die Taste "ALT" gedrückt halten. Hierdurch gelangt man in ein Bootmenu. Einfach das CD-Rom-Symbol auswählen unter dem "Windows" steht.
Anschließend den Schritten des Installationsprogramms folgen.
Es empfiehlt sich, die Festplatte manuell zu Formatieren. Der Vorteil ist, dass später ganz einfach ein neues Linux aufgespielt werden kann, ohne die persönlichen Daten (home-Verzeichnis) zu löschen. Folgende Einteilung hat sich bewährt:
/boot250 MB
/ca. 10 GB
swap2 GB (je nach Arbeitsspeicher)
/homeder ganze Rest (sollte die größte Partition sein)
Achten sie darauf, dass der Bootloader im MBR installiert wird!

Hat man sich für die Netzwerkinstallation entschieden, so hat man während der Installation die möglichkeit weitere Softwarepaket einzuspielen.
Bei der Auswahl der Software sollte man die Paketrubriken "Büro", "Audio/Video" (unter Anwendungen zu finden), und "Systemwerkzeuge" (unter Basissystem) anwählen. Für fortgeschritten empfiehlt sich die Rubrik "Softwareentwicklung" (zum kompilieren verschiedener, unten aufgefüter Pakete von nöten) ebenfalls zu aktivieren.

Nun müssen wir die Installation abwarten...
Nach erfolgreicher Installation und einem Neustart noch schnell ihren Benutzer anlegen und fertig.
Wenn man von Live-CD installiert hat, so sollte man als nächsten Schritt die Software auf aktuellsten Stand bringen.

Boot:
für den Fall einer Single Installation kann man den Boot vorgang um 20 Sekunden beschleunigen, in dem man die MaxOS X DVD beim Starten einlegt und im Installationsprogramm ein Terminal ausführt, in den man folgendes Tippt:

bless -device /dev/disk0s1 -setBoot -legacy -verbose
Hierbei muss natürlich boot die erste Partition sein (disk0s1), für den Fall der abweichnug einfach ändern.

Einstellungen:
Jetzt haben wir ein 100% freies Linux. Damit kann man leider keine DVD-Filme genießen oder eine MP3 anhören. Flash-Animation sind ebenfalls verwehrt. Den ersten beiden Problem schaffen wir folgendermaßen Abhilfe:

su -c 'yum localinstall --nogpgcheck http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-stable.noarch.rpm http://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-stable.noarch.rpm'
su -c 'yum update'
su -c 'yum install gstreamer1-libav gstreamer1-plugins-ugly'

Um Flash-Filme zu sehen laden Sie das Flash-Plugin von der Adobes Homepage. Einfach einen Ordner mit dem Namen "plugins" im Mozillaverzeichnis (/usr/lib64/firefox-4.0/) erstellen und hinein kopieren (hierfür werden Rootrechte benötigt).

bluetoothfix:
To fix the bluetoothservice - append in the /etc/rc.local

systemctl restart dbus-org.bluez.service

Für den Fall, dass Bluetooth nach eins "Suspend" nicht mehr vorhanden ist:
Kopiere die Datei bluetooth.service von /lib/systemd/system/ nach /etc/systemd/system/ und füge in der Sektion [Service] folgendes hinzu:
Restart=always

anschliesend den Demon neustarten mit: systemctl daemon-reload.
Nun sollte es in Zukunft nicht mehr zu diesem Problem kommen.

GNOME 3.0:
Nun ist es endlich soweit - GNOME 3.0 ist verfügbar! Bei Fedora15 ist GNOME der Standard-Dektop.
Also unsere erste Wahl. Auf wunsch kann man auch KDE oder XFCE verwenden.
Bei GNOME hat sich in letzter Zeit viel getan. Die Bedinung der Oberfläsche ist völlig neu und mit keinem Desktop zu vergleichen. Es erklährt sich aber alles von selbst und nach kurzer Zeit fühlt man sich zu Hause :-).
Auf live.gnome.org wird man in die neuen Funktionen eingeführt: https://live.gnome.org/GnomeShell/CheatSheet. An der konfiguration des Desktop hat sich einiges geändert. So verwaltet GConf nicht mehr die Einstellungen - somit ist der gconf-editor hinfällig. ...dafür gibt es jetzt den dconf-editor. Wie bei gconf schon gewohnnt kann man hier alles ein- und verstellen. Für alle die es nicht so komplex mögen, kann ich hier das GNOME-Tweak-Tool emphelen.
Hier kann man sich auch den Dateinmanager Nautius zurück auf den Desktop holen und die Icons für die Menus.
Viel Erfolg und Spaß beim Einstellen!

su -c 'yum -y install gnome-tweak-tool.noarch dconf-editor.x86_64'

DVD:
Alle kommerziellen DVDs sind verschlüsselt, mit dem Content Scramble System (CSS).
Die Lizenz ist an und für sich kostenlos und wird dem DVD-Laufwerk und dem dazugehörigen Player geliefert. Da Linux keine kommerzielles Unternehmen ist, existiert keine Lizenzvertrag. Also muss man die Bibliothek manuell hinzufügen. Bereitgestellt wird sie vom VLC-Project.
http://download.videolan.org/pub/libdvdcss/1.2.10/libdvdcss-1.2.10.tar.bz2
Nach dem herunterladen, müssen wir die Bibliothek noch konfigurieren, übersetzen und installieren.

tar xvfj libdvdcss-1.2.10.tar.bz
cd libdvdcss-1.2.10
./configure --prefix=/usr --sysconfdir=/etc --sbindir=/sbin --libdir=/usr/lib64
make
su -c 'make install'

WiFi:
Seit Anfang 2007 sind in MacBooks, Airport-Karten von Broadcom verbaut. Das Problem hirbei ist, dass der Treiber aus Lizenz gründen nicht von Haus aus im Linux-Kernel enthalten ist. Broadcom hat hierfür aber einiges vorbereiet...

su
yum install -y b43-fwcutter wget
wget http://downloads.openwrt.org/sources/broadcom-wl-4.150.10.5.tar.bz2
tar xjf broadcom-wl-4.150.10.5.tar.bz2
cd broadcom-wl-4.150.10.5/driver
b43-fwcutter -w /lib/firmware/ wl_apsta_mimo.o
... jetzt sollte das WiFi funktionieren :-)

iSight:
Damit die eingebaute WebCam funktioniert, sollte man die Firmware von Apple verwenden.

su -c 'yum -y install isight-firmware-tools.x86_64'
Die iSight-Firmware laden und mit
su -c "ift-extract --apple-driver AppleUSBVideoSupport"
in den Kernel intrigieren Nach einem Neustart sollte die WebCam funktionieren.

Skype:
Jetzt, wo die WebCam funktioniert, steht einer Videokonferenz nichts mehr im Wege. Da MacBooks seit Ende 2006 mit Intel Core 2 Duo Prozessoren ausgestattet sind und es somit ein 64Bit-System ist, haben wir eine kleines Problem mit der Skype-Software. Für Fedora ist Skype nur als 32Bit vorhanden. Quellcode gibt es auch keinen den wir als 64Bit übersetzen könnten. Also das Skype-RPM laden, installieren und folgende 32Bit-Bibliotheken:

su -c 'rpm -iv skype-4.1.0.20-fedora.i586.rpm'
su -c 'yum -y install libXv.i686 libXScrnSaver.i686 qt.i686 qt-x11.i686 pulseaudio-libs.i686 pulseaudio-libs-glib2.i686 alsa-plugins-pulseaudio.i686'
Um die richtigen Versionen der Pakete zu Bekommen, muss der "Fedora 15 Test Updates" Kannal aktiviert sein!
Das ganz ist über "Software hinzufügen/entfernen" System -> Softwarequellen zu aktivieren.

Für den Fall, dass die WebCam in Skype nicht funktioniert, muss man die config.xml anpassen.
Diese ist in /home/*user*/.Skype/*user*/config.xml zu finden.
Die Sektion Video wie flogt ändern:
<Video>
<AutoSend>1</AutoSend>
<CaptureHeight>480</CaptureHeight>
<CaptureWidth>640</CaptureWidth>
<Device>Built-in iSight</Device>
<RecvPolicy>callpolicy</RecvPolicy>
</Video>

TRIM mit SSD:
Wenn man zu den priviligierten mit einem SSD-Laufwerk gehört, so möchte man ja auch seine Flashzellen pflegen.
Sprich die TRIM funktion f¨r SSD aktivieren. Dabei muss man beachten, dass man eine TRIM fähiges dateinformat verwendet. Ext4 zum Beispiel. Mit eine Texteditor die fstab-Datei in /etc/fstab wie folgt bearbeiten:
/dev/sda1 / ext4 noatime,discard,defaults
Dies für alles echten Partionen wiederholen. Das ganze sollten dann so aussehen:
UUID=4974166f-9ffd-4aac-8924-30d79227096b/ext4 noatime,discard,defaults1 1
UUID=53d3770b-3b45-43ce-bf3b-2128cc1e7dfc/bootext4 noatime,discard,defaults1 2
UUID=fcab22ad-0cf8-4901-b24c-aa6dd06dcb52/homeext4 noatime,discard,defaults1 2
UUID=bba76975-2ad7-47dc-94be-d889b8bbad6eswapswap defaults0 0
tmpfs/dev/shmtmpfs defaults0 0
devpts/dev/ptsdevpts gid=5,mode=6200 0
sysfs/syssysfs defaults0 0
proc/procproc defaults0 0
Nun muss man sich nur noch um die Swap-Partition kümmern. Folgeder Befehl sollte in die /etc/rc.local eingetragen werden:

echo 1 > /proc/sys/vm/swappiness

Plymouth:
Plymouth wird unter Fedora zur grafischen Aufbereitung des Bootvorgangs verwendet (das schöne blaue Fedora-Logo :-). Es gibt Alternativen zum Standard-Theme, welche ich hier niemanden vorenthalten möchte. Mein Favorit ist das "Spinner-Themes"

yum install plymouth-theme*
Mit folgenden Befehl bekommt man angezeigt, welche Themes nun installiert sind:
plymouth-set-default-theme --list
Hat man sich für eines entschieden, so muss es nun noch aktiviert werden:
plymouth-set-default-theme spinner
Ich habe mich für das Spinner-Themes entschieden. Das ganze muss jetzt noch in das initrd.img geschrieben werden:
/usr/libexec/plymouth/plymouth-update-initrd
Nun wird uns beim booten ein neues Themes begrüßen

kleine Helfer:
Live USB
AdobeFlash
GarminGPSConnector
Skype

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